Ein Umzug mit Katzen kann für die Tiere mit erheblichem Stress verbunden sein, da Katzen ausgeprägte Revierinstinkte besitzen und sich in ihrer gewohnten Umgebung sehr geborgen fühlen. Wenn Sie umziehen und Katzen im Haushalt haben, geben wir Ihnen hier einige Tipps, damit alles reibungslos verläuft.
Dabei sollten Sie sowohl die allgemeinen Umzugstipps als auch die spezifischen Hinweise zum Transport dieser Tiere beachten. Im Folgenden finden Sie einige praktische Ratschläge.
Wenn Sie eine Katze besitzen, wissen Sie, dass Katzen äußerst sensibel auf Veränderungen reagieren — sie bemerken selbst kleinste Umgestaltungen, etwa wenn ein neues Möbelstück aufgestellt wird. Ein kompletter Umzug stellt daher eine gewaltige Herausforderung für sie dar, und wir müssen ihnen helfen, diese Veränderung so gut wie möglich zu bewältigen.
Schauen wir uns daher an, was Sie vor, während und nach dem Umzug tun können.
Bevor der Umzug beginnt, richten Sie ein eigenes Zimmer in der Wohnung ein: Räumen Sie Möbel und zerbrechliche Gegenstände heraus und platzieren Sie dort alles, was Ihrer Katze vertraut ist — Körbchen, Kratzbaum, Fress- und Trinknapf usw. Verbringen Sie Zeit mit Ihr in diesem Zimmer und lassen Sie die Katze gelegentlich auch allein darin, mit geschlossener Tür, damit sie sich daran gewöhnt und es als sicheren Rückzugsort empfindet. Dieses Zimmer wird ihr Schutzraum am Umzugstag sein, weit weg von Lärm, Trubel und unbekannten Personen. Gewöhnen Sie die Katze außerdem rechtzeitig an die Transportbox, in der Sie sie transportieren werden. So wird sie am großen Tag keine Scheu haben, hineinzugehen.
Während des Umzugs bleibt Ihre Katze in ihrem Schutzraum. Es empfiehlt sich, ein Fernseher oder Radio einzuschalten, um den Lärm etwas zu dämpfen. Schauen Sie hin und wieder nach Ihrer Katze, um ihr zu zeigen, dass alles in Ordnung ist, und belohnen Sie sie mit einem Leckerli oder Spielzeug, damit sie diese Zeit positiv erlebt. Transportieren Sie Ihre Katze als Letztes, in der Transportbox, an die sie bereits gewöhnt ist, und fahren Sie wenn möglich direkt zur neuen Wohnung. Bei einer langen Fahrt stellen Sie sicher, dass Sie der Katze Wasser und etwas zu fressen anbieten können — jedoch nicht zu viel, für den Fall, dass ihr im Auto schwindelig wird.
Das Wichtigste ist, die Anpassung nicht zu erzwingen. Der Eingewöhnungsprozess verläuft bei jeder Katze anders und in ihrem eigenen Tempo. In der Regel dauert es etwa eine Woche, bis eine Katze sich vollständig eingelebt hat. Sie können ihr helfen, indem Sie einfach versuchen, die gewohnten Tagesabläufe beizubehalten, die Sie in der alten Wohnung hatten.
Katzen vertragen Veränderungen in ihrer Umgebung nur schlecht. Manche Tiere sind besonders empfindlich und können sogar das Fressen verweigern. Wird der Prozess nicht sorgfältig begleitet, können Verhaltensauffälligkeiten auftreten wie Angst, Nervosität und Aggressivität. Im Extremfall kann eine Katze infolge von anhaltendem Stress und Angst körperlich erkranken — typische Beschwerden sind Verdauungsprobleme und Fellverlust.
Aber ein gut geplanter Umzug mit Katzen muss keine negative Erfahrung sein. Erleben Sie diesen Wandel gemeinsam mit Ihrer Katze und begrüßen Sie zusammen diesen neuen Lebensabschnitt und das neue Zuhause.
Katzen sind Reviertiare mit stark ausgeprägten Routinen: Ein plötzlicher Umgebungswechsel — neue Gerüche, Geräusche und Raumaufteilungen — stresst sie erheblich. Mögliche Reaktionen sind: tagelange Verstecke, Futterverweigerung, Erbrechen, Markieren neuer Bereiche mit Urin, Rückzug oder Aggressivität. Geduld und sorgfältige Planung sind unerlässlich.
2–3 Wochen vorher: Stellen Sie die Transportbox an einem vertrauten Ort auf und legen Sie Futter hinein, damit die Katze positive Assoziationen damit verbindet; sprühen Sie beruhigende Pheromone (Feliway) in gemeinsame Bereiche. 1 Woche vorher: Beginnen Sie schrittweise zu packen, damit die Katze sich an das visuelle Chaos gewöhnt, ohne akuten Stress zu erfahren. Am Vortag: Bei sehr nervösen Katzen empfiehlt sich ein vorbeugender Tierarztbesuch.
Die IDEALE Lösung: Ihre Katze sollte gar nicht im Haus sein. Organisieren Sie einen Platz in einer Katzenpension oder bei einer vertrauenswürdigen Person. Wenn das nicht möglich ist: Sperren Sie die Katze in ein bestimmtes Zimmer (ein kleines Badezimmer eignet sich gut) mit Futter, Wasser, Katzentoilette, vertrauter Decke und Transportbox. Schirmen Sie das Zimmer vom Lärm ab — Tür geschlossen, kein Zutritt für Umzugsmitarbeiter. Ihre Katze wird die Situation überstehen, wird aber stark gestresst sein.
Gehen Sie schrittweise vor: Beschränken Sie die Katze zunächst auf ein bestimmtes Zimmer (ihr „sicheres Zimmer") mit allem Notwendigen — Futter, Wasser, Katzentoilette, vertrauter Decke und Spielzeug sowie offener Transportbox. Lassen Sie sie dieses Zimmer 2–3 Tage lang erkunden. Öffnen Sie danach die Tür, damit sie die übrigen Räume in ihrem eigenen Tempo entdecken kann. Wenn Sie Feliway-Spray haben, besprühen Sie damit die Gemeinschaftsbereiche. Vermeiden Sie in den ersten 2 Wochen Besuche von fremden Personen.
Im Durchschnitt: 2–4 Wochen, um sich wohlzufühlen, 1–3 Monate für die vollständige Eingewöhnung. Manche Katzen passen sich innerhalb weniger Tage an (besonders gesellige Tiere), während andere — insbesondere sehr territoriale oder ältere Katzen — bis zu 6 Monate benötigen können. Halten Sie strikte Routinen ein: feste Fütterungszeiten, tägliches Spielen, keine Unterbrechungen durch ungewohnte Geräusche. Wenn Ihre Katze nach 6 Wochen noch sehr gestresst ist oder länger als 3 Tage nicht frisst, konsultieren Sie einen Tierarzt. Mehr über Haustiere: Umzug mit Hunden.